Verschollene Generation
Künstler August Hofer
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August Hofer

1899 – 1981

August Hofer gehört zu den Künstlern der sog. „verschollenen Generation", dem Expressiven Realismus" zugeordnet (Prof. Dr. Rainer Zimmermann, 2. Auflage Verschollene Generation). Sein Werk ist stark geprägt durch einen kräftigen, expressiven Holzschnitt. 1923 schuf August Hofer seine ersten Holzschnitte. Bis 1928 schnitt er ca. 100 Stöcke. In den Folgejahren, bis 1935, befasste er sich nur noch sporadisch mit dieser Technik. Hofer entwickelte erstmalig eine eigene Technik, mit Hilfe von Ölen und Rußen Halbtöne bzw. Verläufe zu erzeugen.

Gelegentlich hat Hofer Stöcke nach einigen Jahren weiterbearbeitet, vor allem im Hinblick auf seine Ausstellung im Künstlerbund München 1929, für die er eine größere Auswahl an Holzschnitten kolorierte. In späteren Jahren und Jahrzehnten hat August Hofer immer wieder Motive von Holzschnitten aufgegriffen und in Ölgemälde umgesetzt. Aus der Rede von Dr. Gode Krämer zur Eröffnung der retrospektiven Ausstellung August Hofer, Holzschnitte und Gemälde in der Schwäbischen Galerie Oberschönenfeld bei Augsburg vom 1. Juli bis 25. September 2005:

Ein besonders schönes Beispiel der dunklen Landschaftsvariante ist der „Alpsee bei Hohenschwangau“, ein großes, beeindruckendes Bild, das im unteren Raum hängt. Es ist ganz in abendlichen Blautönen gehalten. Der Blick gleitet über eine dunkle Tannenfront im Vordergrund zum Spiegel des Sees im Mittelgrund, um den sich die hohen, blauschwarzen Berge wie beschützend gruppieren. Das Bild gemalt 1933, doch wohl 1938 überarbeitet, hängt im unteren Raum an der Wand dem Eingang gegenüber. Dort sind Hofers Holzschnitte ausgestellt, die er vor allem in den zwanziger Jahren und dann noch – weniger zahlreich und konsequent bis 1938 schuf.

Es war sicher eine kluge Maßnahme von Hofer, dass er beim Einstieg in die Kunst 1922/23 - die teureren – Gemälde mit den preiswerteren Holzschnitten begleitete, die dann auch recht gut verkauft wurden. So ist es einleuchtend, dass es von einer ganzen Reihe von Motiven sowohl vorbereitende Zeichnungen und Aquarelle wie auch das Gemälde und danach – teils seitenverkehrte, teils seitenrichtige – Holzschnitte gibt. Und es ist eine sehr kluge Entscheidung von Frau Dr. Müller – Hennig, die die Ausstellung kuratierte, in einigen Beispielen diese Arbeitsweise zu dokumentieren. Hierzu gehört auch der „Alpensee bei Hohenschwangau“, neben dem dasselbe Motiv im Holzschnitt hängt, ein besonders großes, qualitätvolles und Lichtdurchflutetes Werk, das an die späten Holzschnitte von Ernst Ludwig Kirchner erinnert.

Dem Holzschnitt als besonderer künstlerischer Technik tritt Hofer – vielleicht auch das ein Zeichen seines Autodidaktentums – mit völliger Freiheit gegenüber. Er benutzt sehr ungewöhnliche, stark ölhaltige Druckfarbe, die häufig im Abdruck die Formen und Linien nicht scharf und exakt wiedergibt, sondern mit einer durch das Öl das Papier färbenden Aura umgibt. Darüber hinaus koloriert er seine Hand-Drucke in ganz verschiedenen Farbtönen, sodass das gleiche Motiv durch die Farbgebung völlig unterschiedlich wirkt. Auch diese künstlerische Eigenart ist im unteren Raum am Beispiel des Gemäldes „Stillleben mit Totenkopf und Mohn“ von 1926 gut demonstriert, weil daneben im einem Rahmen vier verschieden kolorierte Holzschnitte ausgestellt sind, wobei die Abdrucke selbst natürlich von eigener Hand gemacht sind und insofern keineswegs exakt gleich, sondern in sich unterschiedlich.

Quelle: T. Hofer, Sohn des Künstlers.

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Hochgebirge

 

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Liegender Akt

 

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Westliche Wälder

 

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Waldsee

             

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Stillleben mit Gladiolen

 

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Komposition

 

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O. T.

 

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O. T

             

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O. T.

 

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Portrait

 


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Mutter und Kind

             


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2 Frauen

           
             
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