Verschollene Generation
Künstler Margret Hofheinz-Döring
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Margret Hofheinz-Döring

1910 - 1994

Margret Döring wurde als Tochter des aus Thüringen stammenden Bildhauers und Dichters Franz Döring geboren.
Die Mutter, Margret Schirmer, kam aus einer Mainzer Bauernfamilie. Die Familie zog 1912 nach Göppingen, wo die Tochter bis zum Abitur 1929 blieb.
Anregungen durch den Vater und durch den Kunsterzieher Gustav Kolb, den Herausgeber der Zeitschrift Kunst und Jugend, bewogen sie, Kunsterzieherin zu werden. Nach einem Semester an der Württembergischen Kunstgewerbeschule, wo sie abstrakte Komposition und Schrift bei Schneidler lernte, studierte sie ab 1930 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste. Das Studium schloss sie 1934 mit der ersten Dienstprüfung für das Lehramt an Oberrealschulen ab.
Ab 1934 war sie als Zeichenlehrerin an diversen Gymnasien Württembergs tätig und wandte sich der Porträtmalerei zu.
1939 heiratete sie den Lehrerkollegen und Altphilologen Herbert Hofheinz.
1943 verließ sie vor der Geburt ihrer Tochter den Schuldienst und arbeitete freischaffend. Zunächst lebte die Familie in Baiersbronn. Aus dieser Zeit sind Porträts mit Tochter Brigitte, Landschafts- und Blumenbilder erhalten. Sie illustrierte die Schwarzwaldsagen nach Georg Haag und verfasste ein (nicht veröffentlichtes) Kinderbuch Bärbel schaut in die Welt.
Als Angehörige der "Verschollenen Generation" konnte sie in den Jahren 1935 bis 1945 und den ersten Nachkriegsjahren ihre Kunst kaum weiterentwickeln.

Die Übersiedlung nach Freudenstad leitete 1953 eine neue künstlerische Richtung ein. Über eine Frankreich-Reise 1954 schrieb sie später: "durch mittelalterliche Glasfenster in französischen Domen: intensiver Wunsch, eine ähnliche Wirkung auf dem Gebiet der Tafelmalerei hervorzubringen. Erster Versuch: Hinterglasbilder. Eindrücke von Reisen nach Griechenland (1954) und Rom (1963) hielt sie mit dem Zeichenstift fest und verarbeitete sie oft noch lange danach. Künstlerisch orientierte sie sich an Emil Nolde, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Picasso. "Manchmal werden die Vorbilder Klee und Chagall recht deutlich; doch ist es nur Äußerliches, was die gezähmte Kunst Margaret Hofheinz-Dörings mit ihnen verbindet."
1957 wurde sie Mitglied der Freudenstädter Künstlergemeinschaft Das Quadrat, in der man Tendenzen der Modernen Kunst diskutierte. In dieser Zeit wurde sie in ihren Farben und Formen freier. Einfluss hatten dabei Adolf Hölzel und Ida Kerkovius, die sie persönlich kannte.
Bald nachdem sie 1965 in ihrem Text Drei Grundideen der Kunstausübung ihre Grundsätze skizziert hatte, nannte sie sich Margret Hofheinz-Döring, signierte mit MHD und erstellte ein Werkverzeichnis. In der Kunst-Szene fand sie jetzt Beachtung: Die erste Ausstellung in Stuttgart, 1965, wurde von der Presse interessiert begleitet: "Vor allem scheinen Margret Hofheinz-Döring, die auch als Kunsterzieherin tätig war, Märchenthemen wie 'Tausendundeine Nacht' zu liegen. Da vermag sich ihre Fabulierfreude frei zu entfalten, ihre Neigung auch zur Groteske."
1969 richtete sie in Göppingen einen Atelier- und Ausstellungsraum ein.
Ab 1973 hielt Hofheinz-Döring mehrere Vorträge über den "Ursprung einer Idee" im "Pastoralkolleg Freudenstadt".
1974 fand eine Ausstellung im Freudenstädter Stadthaus Beachtung in der Presse. Im selben Jahr zog das Ehepaar nach Zell unter Aichelberg. Margret Hofheinz-Döring erkundete die Umgebung mit Autofahrten und zeichnete nahezu alle Orte der neuen Umgebung. In ihrem Atelier formte sie bis zu 25 cm hohe Bronzefiguren wie die Gänseliesel.
1976 war sie auf dem Internationalen Kunstmarkt Düsseldorf vertreten. Gisela Burkamp griff in einem Bericht über 178 Galerien diese und eine zweite Einzelvernissage heraus: "Zu den bemerkenswertesten Einzelvernissagen gehören die Stände der Galerie Haenle, Lauterstein-Weißenstein und der Maltzahn-Gallery, London. Bei Haenle ist es die Malerin Margarete Hofheinz-Döring, deren ungemein poesievolle, sensible Bilder in ihrer eigenwilligen und einzigartigen Technik und Farbnuancierung bestechen." Es folgten Reisen in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich.
1979 eröffnete ihre Tochter Brigitte Mauch einen Ausstellungsraum in Göppingen-Jebenhausen. Eine Ausstellung in der parlamentarischen Gesellschaft in Bonn, die von Mildred Scheel und Manfred Wörner besucht wurde, bildete den vorläufigen Höhepunkt an öffentlicher Aufmerksamkeit.
Nach dem Tode ihres Ehemannes im Jahre 1983 entstanden häufig ungegenständliche Bilder, die sie kaum mehr überarbeitete und die im Vergleich zu früheren Werken eher wie Entwürfe wirken.
1994 verstarb Margret Hofheinz-Döring.

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